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Warum schlafen Arme nachts ein?

  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Minuten


Frau mit schlechter Haltung im Bett

Warum schläft ein Arm überhaupt ein?


Meist entsteht das Kribbeln, wenn Nerven oder Blutgefässe vorübergehend unter Druck geraten. Während des Schlafs bewegen wir uns deutlich weniger als tagsüber. Bleibt ein Arm über längere Zeit ungünstig gelagert, kann dieses typische "Einschlafen" entstehen.Sobald sich die Druckverhältnisse verändern, verschwinden die Beschwerden meist rasch wieder.


Die Schulter spielt häufig eine grössere Rolle als der Arm


Besonders bei Seitenschläfern liegt ein grosser Teil des Körpergewichts auf der Schulter.

Kann die Schulter nicht ausreichend in Matratze und Unterfederung einsinken, entsteht erhöhter Druck. Dieser Druck kann dazu führen, dass Nerven oder Blutgefässe stärker belastet werden und Arm oder Hand einschlafen. Deshalb beginnt die Ursache häufig nicht im Arm selbst, sondern bereits im Schulterbereich.


Ist das Kissen schuld?


Viele greifen zunächst zu einem neuen Kissen. Ein passendes Kissen ist zwar wichtig, kann jedoch nur den Bereich zwischen Kopf und Matratze unterstützen. Kann die Schulter selbst nicht ausreichend einsinken oder ist die gesamte Liegeposition ungünstig, lässt sich das Problem mit einem anderen Kissen allein häufig nicht lösen.


Auch die Matratze kann Einfluss haben


Eine Matratze sollte den Körper gleichmässig stützen und gleichzeitig an den richtigen Stellen nachgeben. Ist sie zu fest oder passt sie nicht zum Körperbau, kann insbesondere im Schulterbereich unnötiger Druck entstehen. Dadurch verändert sich häufig die gesamte Liegeposition, was wiederum das Risiko für eingeschlafene Arme erhöhen kann.


Unsere Erfahrung aus der Schlafberatung


Viele Kundinnen und Kunden vermuten zunächst ein Problem mit dem Kissen.

Bei einer genaueren Analyse zeigt sich jedoch häufig, dass die Schulter nicht genügend Platz zum Einsinken hat oder das Schlafsystem insgesamt nicht optimal auf den Körper abgestimmt ist. Wird der Druck auf die Schulter reduziert, berichten viele bereits nach kurzer Zeit über deutlich weniger nächtliches Kribbeln oder eingeschlafene Arme.


Wann sollte man Beschwerden ärztlich abklären lassen?


Gelegentlich eingeschlafene Arme während der Nacht sind meist harmlos. Treten Taubheitsgefühle jedoch regelmässig auch tagsüber auf, halten sie lange an oder gehen mit Schmerzen, Kraftverlust oder Lähmungserscheinungen einher, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.


Was Sie selbst beobachten können


Folgende Fragen können erste Hinweise liefern:


  • Schlafen Sie überwiegend auf der Seite?

  • Wachen Sie immer auf derselben Körperseite auf?

  • Schläft hauptsächlich der unten liegende Arm ein?

  • Haben Sie gleichzeitig Schulter- oder Nackenschmerzen?

  • Verbessern sich die Beschwerden nach einem Positionswechsel?


Diese Beobachtungen helfen häufig dabei, mögliche Ursachen einzugrenzen.


Häufige Fragen


Warum schläft immer derselbe Arm ein?

Häufig entsteht dies durch eine wiederkehrende Schlafposition oder eine ungünstige Druckbelastung auf Schulter und Arm.


Kann eine Matratze eingeschlafene Arme verursachen?

Ja. Ist sie zu fest oder passt sie nicht zum Körperbau, kann insbesondere im Schulterbereich erhöhter Druck entstehen.


Hilft ein anderes Kissen?

Manchmal ja. Häufig liegt die Ursache jedoch tiefer im Schlafsystem und nicht allein im Kissen.


Fazit


Eingeschlafene Arme während der Nacht sind häufig die Folge einer vorübergehenden Druckbelastung. Neben der Schlafposition können auch Schulter, Matratze und Unterfederung eine Rolle spielen. Treten die Beschwerden regelmässig auf, lohnt es sich, das gesamte Schlafsystem zu betrachten und bei anhaltenden oder zusätzlichen Beschwerden eine ärztliche Abklärung in Betracht zu ziehen.


Schlafen Ihre Arme regelmässig nachts ein oder wachen Sie zusätzlich mit Schulter- oder Nackenschmerzen auf? Dann kann eine ungünstige Liegeposition eine mögliche Ursache sein.



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