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Rückenprobleme? Rückenschmerzen?

Warum diese oft in der Nacht oder am Morgen schlimmer sind.

Von leichten Rückenverspannungen am Morgen, bis zu massivsten Rückenschmerzen in der Nacht, reichen die Beschwerden von Menschen, die uns tagtäglich aufsuchen. Bei den einen finden die Ärzte nichts, was «kaputt» ist, was defekt wäre. Die anderen haben eine diagnostizierte Muskel- oder Rückenkrankheit wie Rheuma, Arthrose, einen Bandscheibenvorfall, Osteoporose, Morbus Bechterew, Multiple Sklerose, usw. 

 

Ganz viele Menschen mit solchen Rückenproblemen kommen zu uns, weil sie eine Gemeinsamkeit haben. Die meisten von ihnen empfinden nämlich ihre Rückenverspannungen und Rückenschmerzen am Morgen oder in der Nacht schlimmer als tagsüber. Teilweise haben sie diese Rückenbeschwerden sogar nur dann. Erstaunlich ist, dass diese durch Bewegung oft wieder besser werden und/oder innert Kürze sogar ganz verschwinden. Da stimmt etwas mit der Liegesituation bzw. mit dem Bettsystem nicht, logisch? Denn die Nacht ist ja dazu da, dass die Muskulatur erholen bzw. regenerieren kann. Wenn das nicht stattfindet, gibt es was zu verändern.

 

In der Seitenlage ist wichtig, dass Ihre Schultern und Ihre Hüfte einsinken können und Ihre Taille gestützt ist, damit die Wirbelsäule gerade bleibt. Auch das Abwinkeln des oberen Beines (Bewusstlosenlagerung) ist für das Kreuz ein Graus. Und viele liegen dann auf den Rücken. Doch was, wenn auch die Rückenlage doch nicht so gut ist, wie alle behaupten, weil Ihre Muskulatur viel zu viel Spannung aufbaut? Denn genau das tut sie. Auf dem Rücken liegend ist die Muskulatur gestreckt und eine Streckung ist logischerweise nicht entspannt. Prüfen Sie es nach: strecken Sie Ihren Arm aus und während der Arm gestreckt ist, entspannen Sie den Bizeps (Oberarmmuskel). Und? Sehen Sie: es ist nicht möglich, weil der Arm gestreckt ist. Sie müssen den Arm leicht biegen, damit der Muskel sich entspannen kann. Gestreckte Muskeln in Rückenlage können also nicht wirklich entspannen. 

 

Bitte achten Sie darauf, dass Sie bequem auf der Seite liegen können und die Schulter und die Hüfte bequem einsinken. Die Taille sollte von einem Lattenrost an der richtigen Stelle gestützt werden. Notfalls legen Sie sich ein aufgerolltes Handtuch unter die Taille. Wenn Sie auf dem Rücken einschlafen oder erwachen, nehmen Sie eine ca. 10-15 cm dicke Schaumstoffrolle und legen diese am besten auf Höhe der Kniekehlen unter die Matratze. 

Illustrationen: G. Köhler