top of page

Warum schmerzt die Hüfte nur im Bett?

  • vor 23 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Minuten


Frau mit schräger Hüftachse

Viele Menschen erleben ein merkwürdiges Phänomen: Tagsüber funktioniert im Alltag vieles problemlos. Doch kaum liegen sie im Bett, beginnt die Hüfte zu schmerzen. Besonders in Seitenlage werden die Beschwerden häufig stärker und führen dazu, dass man sich immer wieder von einer Seite auf die andere dreht. Doch warum treten die Schmerzen ausgerechnet im Bett auf?


Im Liegen wirkt der Druck anders als im Alltag


Im Stehen und Gehen verteilt sich die Belastung ständig neu. Muskeln arbeiten, Gelenke bewegen sich und die Körperhaltung verändert sich laufend.

Im Schlaf hingegen bleiben wir oft längere Zeit in derselben Position. Besonders in Seitenlage lastet ein grosser Teil des Körpergewichts direkt auf der Hüfte. Kann dieser Druck nicht ausreichend verteilt werden, können Beschwerden entstehen oder bestehende Schmerzen verstärkt werden.


Nicht jede Matratze passt zu jedem Körper


Viele vermuten zunächst, ihre Matratze sei einfach zu hart oder zu weich. In der Praxis ist die Situation meist komplexer. Entscheidend ist, wie gut Matratze und Unterfederung gemeinsam arbeiten und ob sie zur Körperform, zum Gewicht und zur bevorzugten Schlafposition passen. Ziel ist es, die Hüfte zu entlasten und gleichzeitig die Wirbelsäule möglichst natürlich zu lagern.


Auch bestehende Beschwerden können eine Rolle spielen


Nicht alle Hüftschmerzen entstehen durch das Bett. Arthrose, Schleimbeutelreizungen, Sehnenprobleme oder Beschwerden aus der Lendenwirbelsäule können ebenfalls dazu führen, dass Schmerzen besonders nachts wahrgenommen werden. Das Schlafsystem kann solche Beschwerden zwar beeinflussen, ersetzt jedoch keine medizinische Abklärung.


Unsere Erfahrung aus der Schlafberatung


Viele Kundinnen und Kunden erzählen uns, dass ihre Hüfte tagsüber kaum Probleme bereitet, nachts jedoch regelmässig schmerzt. Häufig zeigt sich, dass nicht nur die Matratze eine Rolle spielt. Auch die Unterstützung der Taille, die Einsinktiefe der Hüfte oder die Einstellung der Unterfederung können entscheidend sein. Deshalb betrachten wir bei einer Schlafberatung immer das gesamte Schlafsystem und nicht nur einzelne Komponenten.


Was Sie selbst beobachten können


Folgende Fragen helfen dabei, die Situation besser einzuordnen:


  • Tritt der Schmerz hauptsächlich nachts oder beim Liegen auf?

  • Schlafen Sie überwiegend auf der Seite?

  • Drehen Sie sich häufig von einer Seite auf die andere?

  • Verbessern sich die Beschwerden nach dem Aufstehen und etwas Bewegung?

  • Haben Sie bereits eine neue Matratze ausprobiert, ohne dass sich die Beschwerden verbessert haben?


Je mehr dieser Punkte zutreffen, desto eher lohnt sich ein genauer Blick auf das Schlafsystem.


Häufige Fragen


Warum schmerzt meine Hüfte nur nachts?

Im Schlaf bewegen wir uns deutlich weniger als tagsüber. Dadurch kann über längere Zeit Druck auf dieselbe Körperstelle wirken und bestehende Beschwerden verstärken.


Kann eine Matratze Hüftschmerzen verursachen?

Ja. Passt sie nicht zum Körperbau oder zur Schlafposition, kann sie die Druckbelastung auf die Hüfte erhöhen. Allerdings kommen auch andere medizinische Ursachen infrage.


Wann sollte ich Hüftschmerzen ärztlich abklären lassen?

Wenn die Schmerzen auch tagsüber bestehen, sehr stark sind, plötzlich auftreten oder über längere Zeit anhalten, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.


Fazit


Hüftschmerzen, die hauptsächlich im Bett auftreten, haben oft mehrere Ursachen. Neben bestehenden körperlichen Beschwerden können auch Schlafposition, Matratze und Unterfederung eine wichtige Rolle spielen. Wer regelmässig nachts unter Hüftschmerzen leidet, sollte deshalb nicht nur die Matratze, sondern das gesamte Schlafsystem betrachten.


Treten Ihre Hüftschmerzen hauptsächlich nachts oder beim Liegen auf? Dann erfahren Sie auf unserer Themenseite, welche Faktoren dabei eine Rolle spielen können und worauf es bei einem passenden Schlafsystem ankommt.



Mehr erfahren:

 
 
bottom of page